Start - Neue Datenbank

In Password Depot haben Sie verschiedene Möglichkeiten, eine neue Datenbank zu erstellen:

  • Klicken Sie auf Datenbank → Neue Datenbank.
  • Klicken Sie auf Start → Home → Schaltfläche Neue Datenbank.
  • Klicken Sie auf Start → Lokales System → Neue Datenbank.

Der Assistent Neue Datenbank führt Sie in vier Schritten durch die Erstellung einer neuen Datenbank.

Schritt 1: Willkommen

Wählen Sie einen Namen und Speicherort für Ihre Datenbank.

  • Datenbankname: Geben Sie einen gültigen Dateinamen ohne Pfad und Dateierweiterung an, z. B. "Meine Kennwörter". Die Datenbank wird unter dem hier angegebenen Namen mit der Dateinamenerweiterung ".pswe" gespeichert, sodass Sie sie später leicht wiederfinden können.
  • Speicherort: Wählen Sie den Speicherort der Datenbank aus. Mögliche Speicherorte umfassen das lokale System, Cloud-Dienste (Dropbox, Google Drive, OneDrive, Box, HiDrive) sowie Internetserver (FTP/WebDAV/HTTP). Mit der Schaltfläche Neu können Sie einen neuen Speicherort hinzufügen.

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Schritt 2: Verschlüsselung

Geben Sie Verschlüsselungsoptionen für Ihre Datenbank an.

  • Geschützt durch: Wählen Sie aus drei verschiedenen Methoden für den Schutz der Datenbank:
    • Master-Kennwort: Die konventionelle und – je nach Komplexität des Kennworts – sichere Methode, um eine Datenbank mit einem Master-Kennwort zu verschlüsseln.
    • Master-Kennwort und Schlüsseldatei: Die Datenbank wird mit einem Master-Kennwort und zusätzlich einer Schlüsseldatei geschützt.
    • Schlüsseldatei: Die Datenbank wird ausschließlich mit einer Schlüsseldatei geschützt. Schlüsseldateien enthalten komplexe Schlüssel, die sehr sicher und auch durch Brute-Force-Angriffe nicht zu knacken sind. Bedenken Sie jedoch, dass Personen, die Zugriff auf Ihre Schlüsseldatei und Ihre Datenbank haben, auf Ihre Kennwörter zugreifen können! Bewahren Sie die Schlüsseldatei deshalb wie einen echten "Tresorschlüssel" immer an einem sicheren Ort auf (z. B. auf einem USB-Stick).
  • Master-Kennwort: Geben Sie hier Ihr gewünschtes Master-Kennwort ein. Dieses Kennwort benötigen Sie, um Ihre Datenbank zu öffnen. Neben dem Eingabefeld stehen Ihnen folgende Schaltflächen zur Verfügung:
    • Kennwort anzeigen/ausblenden (Augen-Symbol): Blendet die Kennworteingabe im Klartext ein oder aus.
    • Master-Kennwort generieren (Sternchen-Symbol): Öffnet den Master-Kennwort-Generator, um ein besonders sicheres Kennwort erstellen zu lassen.
  • Master-Kennwort bestätigen: Wiederholen Sie das zuvor eingegebene Master-Kennwort. Beide Eingaben müssen identisch sein, sonst wird das Kennwort nicht akzeptiert.
  • pwned? Mit dieser Schaltfläche können Sie prüfen, ob vergleichbare Kennwörter in der Vergangenheit kompromittiert wurden.
  • Kennwortqualität: Ein farbiger Balken zeigt die Stärke Ihres Kennworts an. Je größer der Balken, desto sicherer ist Ihr Kennwort. Vermeiden Sie Kennwörter, bei denen der Balken rot dargestellt wird – verwenden Sie Kennwörter mit grünem oder blauem Balken.
  • Schlüsseldatei: Dieses Feld ist verfügbar, wenn Sie als Schutzmethode Master-Kennwort und Schlüsseldatei oder Schlüsseldatei gewählt haben. Neben dem Eingabefeld stehen folgende Schaltflächen zur Verfügung:
    • Schlüsseldatei öffnen: Wählen Sie eine bestehende Schlüsseldatei aus.
    • Schlüsseldatei generieren: Öffnet den Schlüsseldatei-Generator, um eine neue Schlüsseldatei zu erzeugen.

WARNUNG: Wenn Sie Ihr Master-Kennwort vergessen und keinen Entschlüsselungshinweis angegeben haben oder dieser Ihnen nicht weiterhilft, gibt es KEINE Möglichkeit mehr, die Kennwörter in der betroffenen Datenbank einzusehen! Verwenden Sie deshalb ein Kennwort, das Sie sich leicht merken können.

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Schritt 3: Sicherheitseinstellungen

Hier können Sie den Verschlüsselungsalgorithmus sowie die Schlüsselableitungsfunktion (KDF) und deren Parameter festlegen.

Unter Algorithmus / Modus können Sie über das Dropdown-Menü zwischen den folgenden Optionen wählen:

  • AES / GCM (empfohlen für neue Datenbanken): AES im Galois/Counter-Modus ist ein modernes Verschlüsselungsverfahren, das Vertraulichkeit und Integrität der Daten in einem Schritt sicherstellt. Neue Datenbanken verwenden standardmäßig AES-GCM.
  • AES / CBC (veralteter Algorithmus): AES im Cipher-Block-Chaining-Modus ist das ältere Verschlüsselungsverfahren früherer Password-Depot-Versionen. Diese Option steht für die Kompatibilität mit bestehenden Datenbanken zur Verfügung.

HINWEIS: Datenbanken, die mit AES-GCM verschlüsselt wurden, lassen sich mit Password Depot 19.1.0 und früheren Versionen nicht öffnen. Stellen Sie sicher, dass auf allen Geräten, auf denen diese Datenbank verwendet werden soll, eine neuere Version von Password Depot installiert ist.

Eine Schlüsselableitungsfunktion (Key Derivation Function, KDF) ist ein technischer Schutzmechanismus, der aus Ihrem Master-Kennwort den eigentlichen Verschlüsselungsschlüssel für Ihre Datenbank ableitet. Dieser Vorgang ist bewusst rechenintensiv gestaltet, sodass Angreifer ein Master-Kennwort nicht einfach automatisiert in hoher Geschwindigkeit ausprobieren können – ein Vorgehen, das als Brute-Force-Angriff bezeichnet wird. Je aufwendiger die Schlüsselableitung, desto besser ist Ihre Datenbank gegen solche Angriffe geschützt.

Unter KDF-Algorithmus können Sie über das Dropdown-Menü zwischen den folgenden Optionen wählen:

  • PBKDF2-HMAC-SHA1: Ein etablierter und weit verbreiteter Algorithmus zur Schlüsselableitung. Ist diese Option gewählt, erscheint das folgende Feld:
    • Iterationen: Gibt an, wie oft die Berechnung durchlaufen wird, um den Schlüssel abzuleiten. Je höher der Wert, desto länger dauert die Berechnung – sowohl für Sie beim Öffnen der Datenbank als auch für potenzielle Angreifer. Standardmäßig sind 600.000 Iterationen ausgewählt, was auch dem aktuell empfohlenen Mindestwert entspricht.
  • Argon2id: Ein moderner Algorithmus, der heute als Industriestandard für die Schlüsselableitung gilt und zusätzlich zum Rechenaufwand auch Arbeitsspeicher beansprucht. Dies erschwert insbesondere Angriffe mit spezialisierter Hardware wie GPUs. Ist diese Option gewählt, erscheinen die folgenden Felder:
    • Speicher (KB): Legt fest, wie viel Arbeitsspeicher für die Berechnung verwendet wird. Ein höherer Wert verbessert den Schutz gegen Brute-Force-Angriffe mit spezialisierter Hardware. Standardmäßig sind 65.536 KB eingestellt; empfohlen werden 65.536 KB (64 MB) oder mehr.
    • Iterationen (Zeitaufwand): Legt fest, wie oft die Berechnung durchlaufen wird. Je höher der Wert, desto länger dauert die Berechnung – sowohl für Sie beim Öffnen der Datenbank als auch für potenzielle Angreifer. Standardmäßig ist der Wert 3 eingestellt, was dem empfohlenen Mindestwert entspricht.
    • Parallelität: Gibt die Anzahl der parallelen Lanes (Threads) an, die für die Berechnung verwendet werden. Lanes sind unabhängige Berechnungspfade, die gleichzeitig ausgeführt werden können; der Wert entspricht in der Regel der Anzahl der verfügbaren CPU-Kerne. Standardmäßig ist der Wert 4 eingestellt, was einem typischen Wert entspricht.

Über die Schaltfläche Benchmark rechts neben dem Dropdown-Menü können Sie testen, wie lange die Schlüsselableitung mit den aktuell gewählten Parametern auf Ihrem Gerät dauert. Anschließend wird Ihnen die gemessene Dauer in Sekunden angezeigt, ergänzt durch eine Einschätzung, ob die gewählten Parameter eine gute Balance zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit bieten oder ob eine Anpassung sinnvoll wäre. So können Sie die Einstellungen optimal auf Ihr Gerät und Ihre Anforderungen abstimmen.

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Schritt 4: Fertig stellen

Ihre Datenbank ist fast fertig. Hier können Sie Kommentare und einen Entschlüsselungshinweis hinzufügen.

  • Kommentar: Geben Sie optional Kommentare zur Datenbank ein.
  • Entschlüsselungshinweis: Geben Sie einen Hinweis ein, der Ihnen beim Vergessen des Kennworts als Erinnerungshilfe dienen kann.

HINWEIS: Aus Sicherheitsgründen darf weder der Entschlüsselungshinweis noch der Kommentar das Master-Kennwort enthalten.

Klicken Sie auf Fertigstellen, um die Erstellung der Datenbank abzuschließen.