Nach einem Update des Password Depot Enterprise Servers meldet der Web-Client 1.0 (Legacy; Versionsreihe 1.x) häufig Fehler: Die Anmeldung schlägt fehl, die Seite bleibt leer oder einzelne Funktionen reagieren nicht mehr. Ursache ist in den meisten Fällen eine Versions-Inkompatibilität: Der Web-Client 1.x ist eng an die REST-Schnittstelle der jeweiligen Server-Version gekoppelt und muss bei jedem Server-Update auf die zur neuen Server-Version passende Release-Version aktualisiert werden (Beispiel für das Versionsmuster: Web-Client-Release 1.4.7 zum Server 18.0.7).
So aktualisieren Sie den Web-Client 1.x
Passende Release-Version beziehen: Laden Sie aus dem GitHub-Repository des Web-Client 1.x (privates Repository; Zugriff mit GitHub-Konto nach Einladung, auf Anfrage beim Support) die Release-Version herunter, die zu Ihrer neuen Server-Version gehört.
Ins Webserver-Stammverzeichnis entpacken: Entpacken Sie den Inhalt des Release-Archivs direkt in das Stammverzeichnis (Webroot) Ihres Webservers – nicht in einen Unterordner – und ersetzen Sie dabei alle Dateien der alten Version vollständig.
Servereinstellungen prüfen: Unter Verwalten → Servereinstellungen → Verbindungen → Unterstützte Clients muss die Option Web-Client aktiviert sein; der REST-Port (Standard 8714) muss erreichbar sein. Bei Server-Versionen bis 19.0.x zusätzlich: Tragen Sie unter Verwalten → Servereinstellungen → Allgemein, Bereich REST-Server, als Ursprungs-URL die genaue URL ein, über die der Enterprise Server in Verbindung mit dem Web-Client erreichbar ist (diese Option wurde mit Version 19.1.0 entfernt).
Browser-Cache leeren: Browser halten die Skript-Dateien des Web-Clients oft im Cache und laden nach dem Update eine Mischung aus alten und neuen Dateien. Leeren Sie den Browser-Cache oder testen Sie zunächst in einem Inkognito-/privaten Fenster.
Anmeldung schlägt nach dem Update fehl (Active Directory-Benutzer)
Seit Server-Version 18.0.7 prüft der Enterprise Server AD-Anmeldenamen strikt (Server-Einstellung ADStrictNaming in der pdserver.ini, standardmäßig aktiviert). Wird ein AD-Benutzer nach dem Update trotz korrektem Kennwort abgewiesen, verwenden Sie in der Anmeldemaske des Web-Clients den vollständigen Anmeldenamen – im UPN-Format (benutzer@firma.local) oder als FIRMA\benutzer –, genau so, wie der Benutzer am Server hinterlegt ist.
Hinweis: Auch ab Server-Version 19.1.0 stellt der Enterprise Server die vom Web-Client 1.x genutzte REST API v1.0 parallel zur neuen REST API v2.0 bereit; die Web-Client-Version muss aber weiterhin zur Server-Version passen. Das Sitzungs-Timeout des Web-Client 1.x ist fest hinterlegt (das Zugriffs-Token des REST-Servers verfällt nach 10 Minuten Inaktivität) und lässt sich nur durch Anpassen einer Konstante im Quellcode mit anschließendem Neu-Build ändern.
Der Web-Client 1.0 wird nicht weiterentwickelt; bis zum Support-Ende am 31.12.2026 gibt es ausschließlich kritische Sicherheitskorrekturen. Ein anstehendes Server-Update ist daher ein guter Anlass für den Umstieg auf den Web-Client 2.0 (erfordert Enterprise Server ≥ 19.1.0).
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