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Web-Client

Web-Client 2.0 installieren und bereitstellen (On-Premises)

Der Web-Client 2.0 ist eine Single-Page-Anwendung aus rein statischen Dateien, die ausschließlich über die REST API v2.0 mit dem Enterprise Server kommuniziert. On-Premises betreiben Sie ihn im Modus Custom Server: Die Dateien liegen auf einem eigenen Webserver, der Browser des Benutzers verbindet sich von dort direkt mit Ihrem Enterprise Server. Ein „Bundled“-Modus, bei dem der Enterprise Server die Web-Client-Dateien selbst ausliefert, ist laut Projektdokumentation geplant, aber noch nicht verfügbar.

Voraussetzungen

  • Enterprise Server ab Version 19.1.0 mit aktivierter Option Web-Client (Verwalten → Servereinstellungen → Verbindungen → Unterstützte Clients), REST-Port 8714 in der Firewall freigegeben, gültiges SSL-Zertifikat.

  • Zum Erstellen des Builds: Node.js ab Version 20 und npm ab Version 10.

  • Ein Webserver, der statische Dateien per HTTPS ausliefert.

Schritte

  1. Beziehen Sie den Quellcode aus dem öffentlichen GitHub-Repository (https://github.com/acebit-gmbh/web_client_2), per Git-Klon oder ZIP-Download.

  2. Führen Sie im Projektordner npm install aus.

  3. Erstellen Sie den Produktions-Build mit npm run build (unter Windows alternativ die mitgelieferte build.bat). Das Ergebnis liegt im Ordner dist/.

  4. Kopieren Sie den Inhalt von dist/ in das Webroot Ihres Webservers und stellen Sie ihn per HTTPS bereit.

  5. Passen Sie die Datei config.json neben der index.html an (alle Felder optional):

    • defaultServer – vorbelegte Adresse Ihres Enterprise Servers (leer = Benutzer gibt sie selbst ein)

    • defaultPort – vorbelegter REST-Port (Standard "8714")

    • defaultAuthMethod – vorausgewähltes Anmeldeverfahren (Standard "standard")

    • disabledAuthModes – im Anmeldedialog auszublendende Verfahren

    • bundled – für On-Premises auf false belassen

  6. Testen Sie die Anmeldung: Web-Client-URL im Browser öffnen, Serveradresse und Port angeben (sofern nicht vorbelegt) und mit einem Serverbenutzer anmelden.

Cross-Origin (CORS) und HTTPS

Ab Version 19 beantwortet der Enterprise Server browserübergreifende Anfragen (Web-Client-Host ≠ Server) automatisch mit passenden CORS-Headern; eine separate Konfiguration ist nicht erforderlich. Das frühere Feld Ursprungs-URL in den Servereinstellungen wurde mit Version 19.1.0 entfernt.

Der Web-Client baut Verbindungen zur API grundsätzlich über https:// auf; der REST-Dienst akzeptiert kein unverschlüsseltes HTTP. Empfohlen: ein Zertifikat einer anerkannten Zertifizierungsstelle (keine Zertifikatswarnungen; bei selbstsignierten Zertifikaten müssen die Endgeräte dem Zertifikat explizit vertrauen). Liefern Sie auch die Web-Client-Seite selbst über HTTPS aus und setzen Sie am Webserver zusätzlich eine strengere Content-Security-Policy als HTTP-Header.

Hinweis: Für Windows SSO (Negotiate) im getrennten Betrieb muss der Browser dem Server für integrierte Authentifizierung vertrauen (Chrome/Edge: Richtlinie AuthServerAllowlist; Firefox: network.negotiate-auth.trusted-uris) – Details im Artikel zu den Anmeldeverfahren.

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