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Web-Client

Welche Anmeldeverfahren unterstützt der Web-Client 1.x? (Web-Client 1.0/Legacy)

Der Password Depot Enterprise Server unterstützt mehrere Authentifizierungsarten (u. a. Standardauthentifizierung, Integrierte Windows-Authentifizierung/SSO, Anmeldeinformationen für die Windows-Domäne, Entra ID, OpenID Connect, Passkeys). Der Web-Client 1.0 (Legacy; Versionsreihe 1.x) nutzt davon nur einen Teil. Dieser Artikel fasst zusammen, was im Web-Client 1.x funktioniert – und wofür Sie den Web-Client 2.0 benötigen.

Unterstützt: Anmeldung mit Benutzername und Kennwort

Der Web-Client 1.x bietet ausschließlich die klassische Anmeldemaske mit Benutzername und Kennwort (Standard-Authentifizierung). Voraussetzungen im Server-Manager unter Verwalten → Servereinstellungen → Verbindungen: Unter Unterstützte Authentifizierungen muss Standardauthentifizierung aktiviert sein, unter Unterstützte Clients die Option Web-Client.

Aus Active Directory importierte Benutzer melden sich über dieselbe Maske mit ihren Windows-Anmeldedaten an. Verwenden Sie dabei den vollständigen Anmeldenamen im UPN-Format (benutzer@firma.local) oder als FIRMA\benutzer – seit Server-Version 18.0.7 prüft der Server AD-Anmeldenamen strikt (Einstellung ADStrictNaming, standardmäßig aktiviert).

Nicht unterstützt: OIDC, Entra ID, Windows SSO, Passkeys

Die Anmeldung über OpenID Connect (OIDC) oder Entra ID funktioniert im Web-Client 1.x nicht – das ist eine bekannte Einschränkung aller 1.x-Versionen bis einschließlich der letzten Releases (z. B. 1.6 mit Entra ID). Typische Fehlerbilder sind ein 401-Fehler nach der Anmeldung beim Identitätsanbieter oder eine fehlgeschlagene bzw. abgebrochene Weiterleitung (Redirect) zurück zum Web-Client. Eine Korrektur für 1.x ist nicht vorgesehen.

Diese Verfahren stehen erst im Web-Client 2.0 zur Verfügung (erfordert Enterprise Server ≥ 19.1.0): Standard, SSPI (Domänen-Anmeldedaten), Windows SSO (Negotiate), Passkeys (WebAuthn), OpenID Connect und Entra ID.

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA/TOTP)

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung wird im Web-Client 1.x unterstützt: Bei aktivierter 2FA (Betriebsart TOTP) fragt der Web-Client nach dem 6-stelligen Code aus der Authenticator-App; die Ersteinrichtung erfolgt per QR-Code. Beachten Sie zwei Besonderheiten:

  1. Code bei jeder Anmeldung: Die REST-Schnittstelle unterstützt keine „vertrauenswürdigen Geräte" – anders als im Windows-Client müssen Benutzer den Code im Web-Client bei jeder Anmeldung eingeben.

  2. Code wird abgelehnt: TOTP-Codes sind zeitbasiert. Prüfen Sie zuerst, ob die Systemzeit des Servers und des Geräts mit der Authenticator-App synchron sind (Zeitsynchronisation/NTP). Hilft das nicht, kann der Administrator die 2FA des Benutzers zurücksetzen: Server-Manager, Bereich Benutzer → Benutzer auswählen → 2FA zurücksetzen. Dabei wird ein neuer geheimer Schlüssel erzeugt und alle vertrauenswürdigen Geräte werden gelöscht; der Benutzer scannt bei der nächsten Anmeldung den neuen QR-Code.

Hinweis: Der Web-Client 1.0 wird nicht weiterentwickelt; bis zum Support-Ende am 31.12.2026 stellt AceBIT ausschließlich kritische Sicherheitskorrekturen bereit. Wenn Sie OIDC/Entra ID, Windows SSO oder Passkeys im Browser benötigen, steigen Sie auf den Web-Client 2.0 um (Enterprise Server ≥ 19.1.0).

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