Der Password Depot Enterprise Server 19 sichert Ihre Daten automatisch: Jede Server-Sicherung enthält die Datenbanken, die Konfigurationsdatei pwd_srv.cfg (Benutzer und Einstellungen) und die Protokolle. Server-Datenbanken – und damit auch die Sicherungen – sind mit dem Kennwort des Superadmins verschlüsselt. Unabhängig davon legt der Windows-Client eigene Sicherungsdateien (.bckd) an.
Server-Backups einrichten
Öffnen Sie im Server-Manager Verwalten → Servereinstellungen → Sicherungsdateien:
Sicherungsordner: Standard ist
C:\Program Files\AceBIT\Password Depot Server 19\Backups\.Bei jedem Programmstart sichern (standardmäßig aktiviert).
Datenbanken sichern alle … Stunden (standardmäßig aktiviert; empfohlen: mindestens alle 24 Stunden).
Anzahl gespeicherter Sicherungsdateien begrenzen auf: 1 bis 2.000 Dateien.
Sicherungsdateien löschen, die älter sind als: 1 bis 72 Monate.
Protokolle sichern in Datei: protokolliert jede durchgeführte Sicherung.
Sicherungsverzeichnis ändern
Der Server läuft als Windows-Dienst unter dem SYSTEM-Konto; dieses benötigt vollen Schreibzugriff auf den Zielordner. Empfohlen ist ein lokales Verzeichnis auf dem Server selbst – ist ein Netzwerkpfad zeitweise nicht erreichbar, setzt der Server die Einstellung auf den Standardordner \Backups\ zurück. Falls ein entfernter Speicherort unvermeidbar ist, verwenden Sie einen absoluten UNC-Pfad (FQDN, z. B. \\backupserver.firma.local\Sicherung\, notfalls IP-Adresse), keine Netzlaufwerksbuchstaben. Dateisystemprobleme protokolliert die Windows-Ereignisanzeige unter Anwendungs- und Dienstprotokolle → Password Depot Server.
Client-Backups (Windows-Client)
Unter Bearbeiten → Optionen → Speichern steuern Sie die lokalen Sicherungen: Sicherungsdatei beim Speichern einer Datenbank erzeugen sowie Sicherungsdatei beim Öffnen einer Datenbank erzeugen – ist Letztere aktiviert, wird beim Öffnen einer Datenbank automatisch eine Sicherungsdatei erzeugt. Die Anzahl der gespeicherten Sicherungsdateien kann 2 bis 32 betragen. Ablageort ist standardmäßig Dokumente\Password Depot\Backup; Client-Backups sind mit dem Master-Kennwort verschlüsselt, das zum Zeitpunkt ihrer Erstellung galt. Zum Wiederherstellen öffnen Sie eine Sicherung über Start → Lokale Sicherung und speichern sie über Datenbank → Speichern unter wieder als .pswe/.pswd.
Kompletten Server aus dem Backup wiederherstellen
Halten Sie den Server-Dienst PD_Service_19 an (z. B. Task-Manager → Dienste).
Kopieren Sie den kompletten Inhalt des Backup-Ordners nach
…\Password Depot Server 19.Starten Sie den Dienst neu – Datenbanken, Benutzer und Einstellungen sind wieder verfügbar.
Einzelne Ordner oder Einträge wiederherstellen
Öffnen Sie die gesicherte Datenbank lokal im Windows-Client (Master-Kennwort = Superadmin-Kennwort) und übernehmen Sie nur die benötigten Objekte in die aktive Datenbank – per Extras → Export und Extras → Import oder durch Kopieren zwischen zwei geöffneten Datenbanken.
Notfallzugriff bei Serverausfall
Fällt der Server aus, kommen Sie über die Sicherung an Ihre Kennwörter: Kopieren Sie das aktuellste Server-Backup auf einen Windows-Client, entnehmen Sie daraus die benötigte Datenbank und öffnen Sie sie lokal. Als Master-Kennwort geben Sie das Superadmin-Kennwort ein (das zum Zeitpunkt der Sicherung gültige).
Hinweis: Bewahren Sie das Superadmin-Kennwort sicher und getrennt auf – ohne dieses sind Server-Backups nicht lesbar. Nach einem Wechsel des Superadmin-Kennworts bleiben ältere Sicherungen mit dem alten Kennwort verschlüsselt.
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